dass zur Zeit meines Abflugs aus Buenos Aires das Lotsensystem bereits seit Wochen ausgefallen war und es dadurch schon zu 3 “Beinahe-Crashs” kam. Das geht ja gar nich ! Boar, hätte ich das beim Start gewusst, dann hätte ich noch n’ zweiten Whisky bestellt…
Wie gut, dass ich nicht wußte…
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Veröffentlicht in Argentinien
Achtung beim Kauf von Spirituosen in Duty Free Shops !
Ich schäume über vor Wut ! Nicht, weil die Lufthansamaschine aus Sao Paulo mit 2 Stunden Verspätung ankam, und ich erst zur Boarding Time der Maschine nach Hannover aus der Boeing 747 ausstieg und somit nur noch 10 Minuten für den Umstieg hatte. Nein ! Ich bin maßlos enttäuscht über diese Vollidioten beim Bodenpersonal des Frankfurter Flughafens. Ich hatte im Duty Free Shop in Buenos Aires eine Flasche besten Whisky und eine schöne Flasche Malbec gekauft. Bei der allzu zeitaufwendigen und übertriebenen Gepäckkontrolle nach dem Aussteigen aus dem Südamerikaflug auf dem Weg zur Hannovermaschine (Warum zum Teufel trennen die Idioten nicht zwischen Passagieren, die zum ersten Mal einsteigen und solchen, die nur umsteigen, also schon in einem anderen Land kontrolliert wurden ???) nahm dieses junge und unerfahrene Ding an Mitarbeiterin meine beiden Flaschen aus meiner Platiktüte und konsfiszierte diese mit der Begründung, diese seien nicht verschweißt. Dies sei Vorschrift, daher könne ich die Flaschen nicht mitnehmen. Das kann ja wohl nicht wahr sein ? In was für einem beschissenen Land der Bürokratie befinden wir uns hier eigentlich ? Ich habe diese Flaschen in einem Duty Free Shop in einem anderen Land gekauft und konnte einen Beleg dafür vorlegen. Das muss ja wohl reichen ! Aber nein, Frankfurt macht durch sein bescheuertes Gehabe den Kauf von Duty Free-Ware in anderen Ländern nahezu unmöglich. Diese blöde Kuh wird auch noch dafür belohnt und trinkt meinen Whisky und den Rotwein aus. Das kann es ja wohl nicht sein ! Der Frankfurter Airport ist für mich jedenfalls erstmal das Allerletzte ! Arme Leistung !
—- So, Nachtrag:
Habe beim Frankfurter Airport angerufen. Dort sagte man mir, dass aufgrund der neuen EU-Regelung ja nur noch 100ml Fläschcen erlaubt seien, weshalb man auch keine Duty Free Ware mit in ein Flugzeug nehmen darf. Wäre ich in Frankfurt ausgestiegen, hätte es keine Probleme gegeben. Da ich aber weiter nach Hannover flog, musste mein Whisky konsfiziert werden.
Daher ist am Ende der Duty Free Shop Buenos Aires Schuld, der nur ein Geschäft mit dem doofen Deutschen machen wollte, der die Regelung noch nicht bis ins letzte Detail kannte. Denn die Shops an den Airports außerhalb Europas sind angehalten, an der Kasse zu fragen, ob man noch nach der Landung in Europa weiterfliegt. Nur, wenn man diese Frage mit nein beantwortet, soll die Ware verlauft werden. Da aber die Shops in Amerika und Co so um ihr Geld fürchten, fragen die erst gar nicht und verkaufen, obwohl sie ganz genau wissen, dass die Flaschen niemals zu hause ankommen werden. Sauerei !
Also Vorsicht ! Keine Flüssigkeiten in Duty Free Shops außerhalb Europas kaufen, wenn man noch einmal umsteigen muss. Meines Erachtens sollten die Fluggesellschaften auf den jeweiligen Hinflügen die Passagiere über diesen Mißstand informieren. So gehts jedenfalls nicht.
Veröffentlicht in Recht, Service in Deutschland
Adiós Montevideo - Wahlstation zu Ende
Die Rückreise nach Deutschland steht nun in einigen Tagen bevor. Rückblickend habe ich ein tolles Land mit vielen verschiedenen sympatischen Menschen kennengelernt. Mein Spanisch ist fließend geworden. Ich hatte die Gelegenheit Buenos Aires, den Norden Argentiniens, sowie die Wasserfälle von Iguazu in Brasilien und Argentinien zu sehen. In Uruguay waren Colonia de Sacramento, La Paloma und Punta del Este eine Reise Wert. Aber die Stadt Montevideo hat einen sehr großen Charme, viel Nostalgie und Flair. Alles in Allem ein wirklich unvergesslicher Aufenthalt. Aber nun freue ich mich auch wieder auf dem Wonnemonat Mai in Deutschland und den guten alten Spargel und an Erdbeeren. Man verlässt daher Südamerika wohl immer mit einem lachenden und weinenden (Ihr lieben Steaks, ich werde Euch vermissen) Auge.
Damit ist nun auch die Wahlstation des Referendariats beendet. Es bleibt aber kaum Zeit zum Luft holen, denn die nächsten mündlichen Prüfungen warten schon auf mich.
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Isch glaub isch krisch’ Gischt
Also man hört ja oft von Medizinern, dass zu viel Rindfleisch Gicht verursachen kann. Wenn dem so ist, dann kann ich froh sein, dass ich nun bald wieder Uruguay verlasse und zurück nach Hannover fliege. Mein Rindfleischkonsum dürfte sich in den letzten Monaten eklatant vervielfacht haben. Vor allen Dingen hat ja hier ein ordentliches Filetsteak mindestens 400 g Gewicht. Ich möchte lieber keine Statistik sehen, wieviel Steaks ich hier pro Woche so vertilgt habe. Man bekommt hier ja auch nix anderes als Grillfleisch
Na jedenfalls hoffe ich, dass sich meine “Gichtwerte” (falls es sowas gibt) schnell erholen. Obwohl…….mein Zeigefinger knirscht so komisch…..
Heute habe ich doch tatsächlich in Montevideo an einer Häuserwand ein Graffiti gesehen, das mich gerade hier in Uruguay sehr erstaunt.
Dort hiess es übersetzt: “Fleisch ist Mord !”. Sollte es hier doch tatsächlich in Uruguay, im grössten Steakhaus der Welt, Fleischhasser geben ? Na ja, in Deutschland trinken ja auch nicht alle Bier.
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Whisky
Wenn man Abends in einer Bar sitzt oder am Samstag am Mercado del Puerto ein Steak ißt und in die Massen schaut oder ein wenig flaniert, dann fällt einem etwas ganz besonders auf: Die uruguayischen Männer saufen Whisky wie Wasser. Ich “muss” mittlerweile auch jeden Samstag mit den Jungs da meine 2 Gläser wegschrauben. Aber die Jungs da, die trinken ein Glas nach dem anderern. Ob jung oder alt, es ist egal. Möglichst mit vielen Eiswürfeln bis an den Rand und noch einen Schuss Soda. Davon trinkt dann so ein Uruguayo an einem Nachmittag oder Abend sicher seine 4-5 Gläser. Wenn man dann noch bedenkt, dass die Südeuropäer sowieso jeden Tag zum Essen viel Wein trinken, dann fragt man sich, wie dehnbar der Begriff des Alkoholismus ist. Wo fängt er an ? Die deutschen Mediziner definieren ja Alkoholismus schon mit “regelmäßigem Alkoholkonsum”. Dies ist alles und nichts. Ergo wären alle uruguayischen Männer Alkoholiker par exellence. Oder haben die Deutschen wiedermal nur einen übertriebenen Zwang zum Schutz der Bevölkerung ? Also ich zweifle mittlerweile an diesen Definitionen, wenn ich sehe, was hier in Südamerika gekippt wird. Die können doch nicht alle Alkoholiker sein. Ich habe daher meine eigene Definition: Alkoholiker ist, wer keinen Tag mehr ohne kann. Das nenne ich dann Sucht und ist für mich erst krankhaft. Also Ihr lieben Uruguayos ! Leber anschnallen und weitersaufen !
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Eine Irrfahrt durch Montevideo
Also sowas habe ich noch nicht erlebt. Ich war heute mal im Shopping Center, um noch evtl. ein paar letzte Einkäufe vor der bald anstehenden Rückreise zu tätigen. Als ich die Mall verließ nahm ich ein Taxi. Ich sagte dem Taxifahrer wie immer “Maldonado/Aquiles Lanza por favor”. Dann nahm das Unheil seinen Lauf, als er mir promt mitteilte, er wäre ganz neu und kenne sich hier in Montevideo nicht aus. Wo wäre denn die von mir angegebene Adresse, fragte er. Ich suchte schon nach einer versteckten Kamera. Na jedenfalls erklärte ich ihm den Weg, der nun wahrlich nicht einfach zu beschreiben ist, weil es auch nicht gerade ein kurzer ist von dem Shopping Center zu mir nach hause. Er rollte los. Nach 5 Minuten befanden wir uns in einer Gegend, die ich definitiv als mir unbekannt einstufen konnte. Er hielt an und fragte eine Oma nach dem Weg. Es ging weiter. Nun fragte er mich, ob die “Maldonado” denn an der Rambla liege. Ich verneinte schockiert. Hatte der denn gar keine Ahnung ? Wo sei denn diese “Calle Aquiles Lanza” fragte er. Ich antwortete, dass man in Montevideo kürzlich den Namen der Strasse “Yaguarón” in “Dr. Aquliles Lanza” umbenannt hätte, allerdings nur den Teil östlich der Avenida 18 de Julio. Der westliche Teil hiesse immernoch “Yaguarón”. Irgendwie war er glücklich den wohl ihm bekannten Namen “Yaguarón” gehört zu haben und schoss sich voll darauf ein. Ich betonte noch einmal, dass es diese Strasse nur noch sozusagen “zur Hälfte” gibt. Die verwirrte ihn nun vollends. Er hielt wieder an und fragte einen Mate trinkenden Uruguayo. Der blubberte irgendetwas. Der Taxifahrer nun wieder zu mir “Is das in der Nähe der 18. de Julio?”. Ich mittlerweile vor dem Nervenzusammenbruch mit der Fassungslosigkeit darüber, wie man so einen Taxifahrer auf die Mesnchheit loslassen kann, nickte nur noch. Sein Glück war, dass ich nun langsam begann, die Gegend wiederzuerkennen. Ab diesem Zeitpunkt konnte ich ihm nun den Weg schildern. Er kenne diese Strasse nicht. Das mache dann 150 Pesos . Hierbei sei angemerkt, dass der “direkte” Weg vom Montevideo Shopping Center nach hause ca. 80 Pesos kostet. Ich war einerseits heilfroh, endlich angekommen zu sein und nur noch entnervt, vielleicht habe ich auch gelacht, ich weiss es nicht mehr. Jedenfalls sagte ich ihm, wenn er das immer so machen würde wie mit mir, dann würde er reich werden. Ich gab ihm also die 150 Pesos (4,50 Euro) und sagte, dass er dringend mal die Stadtkarte studieren müsste. Er nickte. Ich haute mich erstmal aufs Bett. Also sowas…..
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Alle Neune - Kegeln in Uruguay
Man mag es kaum glauben aber der “Club Aleman” in Montevideo hat vor einigen Jahren eine echte deutsche Kegelbahn aus Deutschland importiert und aufbauen lassen. Jeden Freitag von 20:30 bis 0:00 fighten die alten Herren des Clubs dort beim Kegeln gegeneinander. Ich durfte heute an diesem einzigartigen Spektakel teilnehmen. Der jüngste Teilnehmer war etwa 68 Jahre alt (ich ausgenommen), der Älteste 86 (und nicht der Schlechteste !). Im wahrsten Sinne des Wortes wurde da mit harten Bandagen gekämpft. Die Herren nehmen das nicht nur sehr ernst, sondern sie benutzen auch alle Tricks, um ihre körperlichen Zimperlein für den großen Tag in Vergessenheit geraten zu lassen. Da wir mit Bandagen am Knie, am Handgelenk oder aber am Oberschenkel garbeitet. Auch gesoffen wird, was das Zeug hält. Lustig ist es allemal. Der einzige Unterschied zum Kegeln in Deuschland ist der, dass hier in Uruguay nix automatisch läuft (Kegelaufzug, Rücklauf der Kugeln etc.). Für diese Aufgabe wurde eigens ein uruguayischer Student eingestellt, der ständig bei den 2 Bahnen wieder die Kegel in Windeseile aufstellen und die Kugeln zurücklaufen lassen muss. Respekt vor dieser körperlich unglaublichen Scheissarbeit. Der Junge hat geschwitzt wie kein anderer auf der Bahn. Alles in Allem ein lustiger Abend. Gut Holz !
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Jetzt wird es aber Herbst…
In den letzten paar Wochen erlebe ich hier den Herbst. Die Blaetter fallen schnell und faerben sich, die Temperaturen gehen bergab. Nachts und Abends ist es kalt (15 Grad) und am Tag vielleicht nur noch 22 Grad, wenn die Sonne scheint. Windig ist es auch. Ist schon komisch…mir ist nach Tee und Gebaeck zumute, waehrend in Deutschland gerade alles wie wild auf den Fruehling wartet. Na ja, is ja nich mehr lange.
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Misiones - Jesuitenreduktionen im Norden Argentiniens
Auf der Rückreise aus Foz do Iguacu fuhr der Bus durch die ganze nördliche Region Argentiniens, “Misiones”. Das Gebiet ist durch den Regenwald geprägt (Somit hat Argentinien alles zu bieten: Regenwald im Norden, die Anden im Westen, die patagonische Steppe im Süden sowie weiter im Süden Feuerland und das ewige Eis).
Die Jesuitenruinen in der Region “Misiones” sind ein Rudiment der spanischen Conquistadores. Diese begannen Anfang des 17 Jahrhunderts die Indios zu missionieren. Dazu wurden 30 Städte gegründet, 7 in Brasilien, 8 in Paraguay und 11 in Argentinien. Ich habe die Ruinen von “San Ignacio” besucht. Wer in der Gegend vorbeifährt, der sollte sich das anschauen. Die Ruinen sind ein Tor zur Zeit der Wurzeln des heutigen Südamerikas.
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Gigantisch !
Seit heute morgen bin ich nun von diesem sagenhaften Trip nach Brasilien und Argentinien zurück. Die Wasserfälle von Iguazu stellen ohne Frage die Niagarafälle in den Schatten. Schon die Umgebung der Cataratas ist eine ganz andere, nämlich Natur pur und kein Kommerz. Schön, dass die Pflanzen und die Tiere im Vordergrund stehen und nicht die Kohle. Die Fälle von Iguazu (Brasilianisch = Iguacu, Argentinisch = Iguazu) sind sowohl von der brasilianischen als auch von der argentinischen Seite aus sagenhaft. Meiner Meinung nach ist das Panorama auf der brasilianischen Seite etwas schöner, während die argentische Seite jedoch weit spektakulärer ist. Dort kommt man ganz nah an die “Garganta del Diablo” (Teufelsschlund) heran. Hier fallen die grössten Wassermengen mit einer unglaublichen Kraft herab. Die Garganta erinnert stark an die Niagaras. Die Organisation der Parks ist unterschiedlich. Auf der brasilianischen Seite fahren in kurzen Abständen Busse zu den einzelnen Attraktionen während auf der argentischen Seite zu bemängeln ist, dass die dortige Bahn nur halbstündlich fährt. Komischerweise habe ich keine einzige Mücke getroffen, dafür aber umso mehr Schmetterlinge, die überall in aller Farbenpracht wie Moskitoschwärme herumflattern. Der auf in Brasilien gelegene Parque das Aves ist ebenso empfehlenswert. Wer einen sehr zahmen Tukan aus nächster Nähe betrachten will, kann dies dort tun. Aber Vorsicht ! Kehrt man ihm den Rücken zu und will ein Foto mit ihm machen, versucht der Kamerad mal ganz gerne, einem mit seinem Schnabel auf dem Kopf zu hacken. Schlangen gibt es in der Region auch reichlich. Eine Anaconda konnten wir sehen. Die zahlreichen Giftschlangen mieden unsere Gesellschaft (so z.B. die sehr schöne aber auch sehr giftige Korallenschlange; aus sicherer Entfernung hätte ich sie aber dennoch gerne mal gesehen).
Insgesamt ist eine Reise zu den Cataratas wärmstens zu empfehlen, besonders deshalb, weil man noch spührt, dass man sich in der weitgehend unberührten Natur befindet und mehr Wert auf das Wohlbefinden der Tiere gelegt wird als auf das schnelle Gel.
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